Versform / Gedichtform
Sonett
Streng geregelte Gedichtform aus 14 Versen in Quartetten und Terzetten mit festem Reimschema.
Definition
Das Sonett ist eine streng geregelte Gedichtform aus 14 Versen, die klassisch in zwei Quartette (Vierzeiler) und zwei Terzette (Dreizeiler) gegliedert ist, mit festem Reimschema und oft einer inhaltlichen Wendung (Volta) zwischen den Strophenblöcken. Die Form entstand im mittelalterlichen Italien und wurde später europaweit übernommen.
Das strenge formale Korsett des Sonetts fordert von Dichtern besondere sprachliche Verdichtung und Präzision.
Beispiele aus der Weltliteratur
Rilkes Die Sonette an Orpheus zeigen die moderne Weiterentwicklung der klassischen Sonettform im 20. Jahrhundert.
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