Literarische Epoche · ca. 1795–1835
Romantik
Europäische Epoche (ca. 1795–1835), die Gefühl, Traum, Fantasie und das Unheimliche der reinen Vernunft entgegenstellte.
Historischer Hintergrund
Die Romantik entstand ab etwa 1795 zunächst in Jena und Berlin als Gegenbewegung zur rationalen Ordnung von Aufklärung und Klassik. Vor dem Hintergrund der Napoleonischen Kriege und beginnender Industrialisierung suchten die Romantiker nach einer tieferen, ganzheitlichen Wahrheit jenseits reiner Vernunft.
Literarische Merkmale
Zentrale Motive sind die Sehnsucht nach dem Unendlichen, symbolisiert durch die „blaue Blume“, sowie Naturmystik, Traum und das Kunstmärchen. Die Romantiker sammelten und veröffentlichten erstmals systematisch Volksmärchen und -lieder (etwa die Brüder Grimm) und interessierten sich stark für das Unheimliche und Fantastische.
Wirkung und Nachwirkung
Die Romantik prägt bis heute populäre Vorstellungen von Märchen, Fantasy und Schauerliteratur und beeinflusste spätere Strömungen wie den Symbolismus und die Psychoanalyse.
Zentrale Merkmale
- Sehnsucht nach dem Unendlichen („blaue Blume“)
- Naturmystik, Traum, Nacht und das Unheimliche
- Wiederentdeckung von Volkspoesie und Märchen
- Skepsis gegenüber Rationalismus und Industrialisierung
- Betonung von Individualität und Fantasie
Autoren dieser Epoche
Wichtige Werke dieser Epoche
- Der Sandmann (E.T.A. Hoffmann, 1816)
- Buch der Lieder (Heinrich Heine, 1827)
- Stolz und Vorurteil (Jane Austen, 1813)
- Der letzte Mohikaner (James Fenimore Cooper, 1826)
- Eugen Onegin (Alexander Puschkin, 1825)
- Der Rabe (Edgar Allan Poe, 1845)
- Jane Eyre (Charlotte Brontë, 1847)
- Die Elenden (Victor Hugo, 1862)